Immer mehr Menschen wünschen sich einen Hund an der Seite. Der Hund als treuer Begleiter, bester Freund des Menschen. Die Anschaffung eines Hundes sollte jedenfalls wirklich gut überlegt sein, denn sie bringt einige Herausforderungen mit sich.
Hier 10 Fragen, die sich wirklich jede*r stellen sollte, wenn der Wunsch nach einem eigenen Hund aufkommt.
1. Bin ich bereit und in der Lage die Kosten für einen Hund zu tragen?
Hunde sind ein teures Hobby! Neben den Anschaffungs- und Futterkosten kommen noch Steuer und Versicherung, eventuell auch Hundesitter dazu. Außerdem sollte auch ein gesunder Hund mindestens einmal jährlich einem Tierarzt vorgestellt werden. Wenn der Liebling dann einmal krank oder verletzt ist, wird man schnell auch mal ein paar hundert Euro los.
2. Ist mir bewusst, dass ein Hund eine jahrelange Verantwortung ist?
Hunde werden aufgrund der guten Versorgung immer älter. Mittlerweile werden viele Hunde 15 Jahre alt oder noch älter. Wenn man sich überlegt, ob man einen Hund aufnehmen möchte, sollte man sich darüber im Klaren sein, ob man für so lange Zeit Verantwortung über ein Lebewesen haben kann und möchte.
3. Bin ich bereit, mich weiterzubilden?
Damit ein Hund ein gesundes und glückliches Leben führen kann, braucht der oder die Hundehalter*in Wissen rund um Themen wie Körpersprache, Ernährung und Gesundheit des Hundes. Es ist natürlich nicht notwendig Hundewissenschaften zu studieren, allerdings sollte die Bereitschaft vorhanden sein, sich zumindest ein wenig weiterzubilden.
Es gibt unzählige Bücher zu verschiedenen Themen. Aber auch online gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich weiterzubilden. Aktuelle online Veranstaltungen gibt es hier.
4. Ist mir bewusst, dass Hunde artgerechte Beschäftigung brauchen?
Ein Hund braucht mehr als täglich nur eine Runde um den Block und einmal wöchentlich Ballwerfen im Park. Sie lieben es, ihre Nase einzusetzen (kein Wunder bei einer so starken Riechleistung) und möchten sowohl körperlich als auch geistig beschäftigt werden.
5. Habe ich Personen in meinem Umfeld, die im Krankheitsfall den Hund versorgen können?
Es kann immer sein, dass man erkrankt oder sich aus einem anderen Grund nicht um den Hund kümmern kann. Bereits im Vorfeld sollte geklärt sein, ob man jemanden im eigenen Umfeld hat, wo der Hund über diesen Zeitraum versorgt werden kann.
6. Ist mir bewusst, dass Hunde Schmutz in die Wohnung bringen?
Hunde machen Dreck. Je nach Rasse können sie innerhalb von kürzester Zeit gefühlt unendlich viel Fell verlieren. Außerdem bringen sie durch die Pfoten nach Spaziergängen Erde und Staub in einen Haushalt – was passiert, wenn der Hund Durchfall hat oder noch nicht stubenrein (in den ersten Lebensmonaten können Welpen ihre Blase und ihren Darm noch nicht wirklich steuern, hier braucht man auf alle Fälle Geduld) ist, ist wohl selbsterklärend.
Vor allem junge Hunde und Welpen knabbern gerne auch mal Möbelstücke oder andere Gegenstände (Schuhe stehen da hoch im Kurs) an.
7. Weiß ich, dass verschiedene Hunderassen verschiedene Eigenschaften mit sich bringen?
Die verschiedenen Hunderassen wurden jahrhunderte lang nicht wegen ihrer Optik gezüchtet, sondern da die Hunde für verschiedene Tätigkeiten eingesetzt wurden. Durch die Zucht wurden sie also zu „Experten“ in ihren Bereichen und haben verschiedene Talente. Viele dieser Eigenschaften werden im alltäglichen Leben allerdings als unerwünscht angesehen. Zwar kann man vieles trainieren, Genetik lässt sich aber nicht wegzaubern.
Bei der Auswahl des Hundes sollte die Optik also auf keinen Fall an erster Stelle stehen und es ist empfehlenswert, sich mit den verschiedenen Rassetypen auseinander zu setzen, bevor man sich für einen Hund entscheidet.
Auch bei Mischlingen (oder auch sogenannten „Hybrid-Rassen“) spielt die Genetik eine Rolle, wobei die Verteilung der Eigenschaften nie 50:50 ist.
8. Kann und will ich auf einen Teil meiner Flexibilität im Alltag verzichten?
Hunde nehmen einem einen Teil der Flexibilität. Wer seinen Hund nicht mit in die Arbeit nehmen kann, muss oft direkt nach Feierabend nach Hause fahren, damit der Hund die Möglichkeit bekommt, sich zu lösen. In einigen Hotels, Restaurants und Co. sind Hunde nicht erlaubt und nicht jeder Hund kommt mit jeder Umgebung klar – vom Park direkt in die Innenstadt zum Shoppingbummel ist also auch nicht unbedingt drinnen.
Hunde erschaffen viele neue Wege im Leben, aber nicht alle kann man mit ihnen gehen.
9. Bin ich bereit, mit meinem Hund zu trainieren?
Die wenigsten bekommen einen bereits ausgebildeten und trainierten Hund. In den meisten Fällen muss ein Hund noch einiges oder gar alles, was er können soll, lernen. Dabei geht es nicht um Pfötchen, Stell dich tot oder sonstige Tricks, sondern um im Alltag notwendige Dinge wie Stubenreinheit, der Rückruf, anleinen lassen, Berührungen tolerieren und so weiter.
Das Training nimmt einiges an Zeit in Anspruch und raubt oft auch den einen oder anderen Nerv. Dazu kommt, dass ein Hund nie „fertig“ ist und man muss nie mehr trainieren. Verhalten kann sich ein Leben lang verändern und so muss auch ein (Hunde-)Leben lang daran gearbeitet werden.
10. Kann und will ich meinen Urlaub hundegerecht gestalten oder kann ich eine Betreuung organisieren?
Menschen lieben es, in den Urlaub zu fahren. Mit Hund gibt es da allerdings einige Einschränkungen. Nicht jede Rasse ist in jedem (Bundes-)Land erlaubt, es gibt verschiedene Richtlinien in verschiedenen Regionen. Nicht jede Urlaubs- und Reiseform ist geeignet für Hunde (Reisen mit dem Flugzeug ist für Hunde sehr stressig und nur zu empfehlen, wenn der Hund klein genug für die Kabine ist, lange Autofahrten oder Reisen mit dem Zug müssen auch geübt werden…). Partyurlaube und Städtetrips sind auch nicht uneingeschränkt machbar mit Hund.
Alles mit JA beantwortet und noch nicht ganz sicher, was für ein Hund es werden soll? Dann einen Termin zur kostenlosen Beratung vor der Hundeanschaffung machen! Einfach per Mail an kontakt@diepfotentruppe.com schreiben.

Huhu,
ich finde den Beitrag wirklich super und auch richtig wichtig! Viele Fragen die man sich zuerst stellen sollte passen auch zu anderen Haustieren. Man holt viel zu leichtsinnig ein Tierchen was auch eine Seele hat und macht sich so keine Gedanken darüber was da alles auf einen zu kommt.
Danke, dass du daran appellierest alles zu bedenken, weil für die Tiere bricht oft eine Welt zusammen, wenn sie zurück müssen.
LG Steffi
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Danke Steffi!
Ja, jedes Tier sollte gut überlegt sein – schließlich können sich die Tiere nicht aussuchen, ob sie bei einem Leben (wollen) oder nicht. In den allermeisten Fällen liegt die Entscheidung da beim Menschen. Da sollte diese dann doch gut überlegt sein.
Und da ist es ganz egal, ob es sich um einen Hund, einen Hamster oder ein Pferd handelt ❤️
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