Die 5 größten Fehler bei der Vorbereitung auf Silvester mit Hund

Silvester kommt näher!

Für viele Hunde bedeutet der Jahreswechsel eine enorm stressige Zeit. Laute Böller, knallende Feuerwerke, grelle Lichter und Rauch lösen bei vielen Hunden Stress, Angst und oft sogar regelrechte Panik aus. Um diesen Stress zu minimieren, ist die Vorbereitung auf Silvester mit Hund wichtig!

Aber warum schreibe ich diesen Beitrag bereits im September? Ganz einfach: Eine effektive Vorbereitung braucht Zeit, und je früher du beginnst, desto besser kannst du deinen Hund auf die Herausforderungen des Jahreswechsels vorbereiten. Ich möchte dich in diesem Beitrag auf häufigsten Fehler hinweisen, die mir im Bezug auf die Silvestervorbereitungen immer wieder unterkommen.

1. Zu spät mit dem Training beginnen

Einer der größten Fehler ist, erst kurz vor Silvester mit der Vorbereitung zu beginnen. Viele Hundehaltende unterschätzen, wie lange es dauert, einem Hund die Angst vor lauten Geräuschen zu nehmen. Die Desensibilisierung, also das schrittweise Gewöhnen an Feuerwerksknalle, braucht Zeit und sollte idealerweise bereits Monate vor dem Jahreswechsel starten.

Warum bereits jetzt starten? Je früher du mit dem Training beginnst, desto besser kann dein Hund lernen, dass Feuerwerksgeräusche harmlos sind. Durch regelmäßiges Üben in einer ruhigen, kontrollierten Umgebung kann er langsam Vertrauen aufbauen. Wenn du zu spät startest, hat dein Hund nicht genug Zeit, um seine Ängste abzubauen, und der Stress am Silvesterabend wird umso größer.

2. Zu große Schritte in der Vorbereitung

Ein weiterer häufiger Fehler ist, den Hund zu schnell an die lauten Geräusche heranzuführen. Wenn die Schritte im Training zu groß sind, kann das den Hund überfordern und seine Angst sogar verstärken. Geduld und langsames Vorgehen sind hier also der Schlüssel zum Erfolg.

Warum sind kleine Schritte so wichtig? Hunde lernen am besten in kleinen, überschaubaren Schritten. Wenn du die Lautstärke der Geräusche zu schnell erhöhst oder deinen Hund zu früh mit intensiven Silvestergeräuschen konfrontierst, fühlt er sich bereits unwohl und kann nicht lernen, dass die lauten Geräusche ihm nichts tun. Ganz im Gegenteil! Dein Hund wird immer sensibler auf das Geknalle reagieren und du hast dann erst recht einen Vierbeiner, der immer stärkere Angst bekommt.

Durch langsame Steigerung und kontinuierliche positive Verknüpfungen gibst du deinem Hund die Möglichkeit, sich ohne Angst an die neuen Reize zu gewöhnen.

Sieh dir die Webinaraufzeichnung an und lerne…

  • wie du deinem Hund schrittweise die Angst vor den Silvestergeräuschen nimmst
  • wie du mit der Hilfe von Düften oder Musik Entspannung für deinen Hund zaubern kannst
  • wie du deinen Hund richtig sicherst
  • wie die perfekte Ruhezone für deinen Hund aussieht

3. Den Hund draußen nicht ausreichend sichern

Ein weiterer großer Fehler, der oft gemacht wird, ist, den Hund draußen nicht ausreichend zu sichern. Gerade an Silvester besteht die Gefahr, dass Hunde in Panik geraten und davonlaufen. Unzureichende Sicherungen können zu gefährlichen Situationen führen.

Warum ist doppelte Sicherung wichtig? Auch der selbstsicherste Hund kann bei einem unerwarteten Knall in Angst geraten und unkontrolliert reagieren. Ein sicher sitzendes Geschirr und eine stabile Leine sind an Silvester unerlässlich, um deinen Hund unter Kontrolle zu halten. Besonders in den Tagen rund um Silvester, wenn erste Knaller zu hören sind, solltest du darauf achten, dass dein Hund doppelt gesichert ist. So verhinderst du, dass er vor Angst wegläuft und sich möglicherweise verletzt oder gar ums Leben kommt. (Die Tage rund um Silvester sind die Zeit, in der mit Abstand die meisten Hunde entlaufen!)

4. Beruhigungsmittel ohne tierärztliche Absprache geben

Viele Hundebesitzer greifen in ihrer Verzweiflung zu Beruhigungsmitteln, ohne vorher einen Tierarzt zu konsultieren. Dies ist ein schwerwiegender Fehler, der langfristige negative Folgen für deinen Hund haben kann.

Warum ist eine tierärztliche Beratung unverzichtbar? Nicht alle Beruhigungsmittel sind für Hunde geeignet, und einige können sogar die Angst verstärken, indem sie den Hund körperlich lähmen, während er innerlich Panik verspürt. Ein Tierarzt kann dir geeignete Mittel empfehlen oder alternative Methoden vorschlagen, um deinem Hund die Angst zu nehmen, ohne ihn unnötig zu belasten.

5. Die Angst des Hundes ignorieren

Ein häufig unterschätzter Fehler ist, die Angst des Hundes zu ignorieren oder als „normal“ abzutun. Viele Hundehaltende glauben, dass sich die Angst von alleine legt, oder befürchten, dass sie die Angst des Hundes verstärken, wenn sie ihn trösten.

Doch genau das Ignorieren der Angst kann langfristig zu ernsthaften Verhaltensproblemen führen.

Warum ist es wichtig, die Angst ernst zu nehmen? Hunde brauchen in Angstsituationen Unterstützung und Sicherheit. Wenn du die Angst deines Hundes ignorierst, fühlt er sich alleine und hilflos, was die Situation verschlimmern kann. Stattdessen solltest du deinem Hund zeigen, dass du für ihn da bist und ihn aktiv beruhigen. Das kann durch beruhigendes Streicheln, ruhige Worte oder Ablenkung durch Spiel geschehen. Wichtig ist, dass du ihm das Gefühl gibst, in seiner Angst nicht allein zu sein.

Fazit: Warum du bereits jetzt mit der Vorbereitung starten solltest

Silvester mag noch weit entfernt wirken, doch gerade bei der Vorbereitung auf diesen Tag zählt jede Woche. Ein durchdachtes, stressfreies Training braucht Zeit, und wer früh genug damit beginnt, legt den Grundstein für einen ruhigen und entspannten Jahreswechsel – für dich und deinen Hund.

Nutze die Zeit bis Silvester und bereite deinen Hund optimal vor. Sieh dir jetzt die Aufzeichnung vom Themenabend „Entspannter Jahreswechsel mit Hund“ an, in dem ich dir detaillierte Strategien und Tipps an die Hand gebe, um deinen Hund sicher und gelassen durch den Jahreswechsel zu bringen. Gemeinsam schaffen wir es, dass dein Hund Silvester entspannt übersteht!

2 Kommentare zu „Die 5 größten Fehler bei der Vorbereitung auf Silvester mit Hund

  1. Klein Elfie und ich haben uns gerade für das Webinar angemeldet! Ich hab in den letzten Jahren schon versucht, ihr so viel Angst wie möglich zu nehmen, aber die Zeit rund um Silvester (es geht ja schon Tage vorher los und meist auch noch Tage später hier und da ein Böller) … sind immer ganz schlimm! Da traut sie sich kaum raus und wenn sie auch nur irgendein Geräusch hört, zieht sie sofort wieder nach Hause! Und im Haus zittert sie dann immer ganz doll!

    Ich hoffe, ich lerne ganz viel, um ihr die Zeit in diesem Jahr entspannter zu gestalten!

    LG Jana

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  2. Hi,
    ich habe zwei Hunde und da es sich glücklicherweise bei meiner Labrador Hündin um einen Blindenführhund handelt, der Schussfest ist hat sie mit Silvester keine Probleme. mein zweiter ist ein Labradoodle der alleine Angst vor Knallern hat, doch sobald meine Hündin in der nähe ist markiert er den starken Hund;-)
    Somit versuche ich die beiden in der Silvesterzeit immer zusammen zu lassen, damit mein Labradoodle keine Angst hat:-)
    LG

    Stephan

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