Alternde Hunde richtig unterstützen

Unsere Hunde werden immer älter – und das ist wirklich wunderbar! Während ich hier diese Zeilen schreibe ist meine geliebte Sweety bereits über 17,5 Jahre alt. Ich bin für jeden Tag unendlich dankbar und so schön es auch ist, das Zusammenleben mit einem alternden Hund bringt natürlich auch neue Herausforderungen mit sich.

Das Altern ist ein ganz natürlicher Prozess, der eben nicht nur uns Menschen, sondern auch unsere Hunde betrifft. Oft zeigt sich das Alter unserer Vierbeiner schleichend. Die täglichen Spieleinheiten werden kürzer, die Spaziergänge langsamer und der Schlaf wird mehr.

Die Bedürfnisse von alternden Hunden verändern sich, die wir als Hundehaltende verstehen und unterstützen sollten, um unseren Lieblingen ein möglichst angenehmes und gesundes Leben im Alter zu ermöglichen.

Ich möchte dir heute einen kleinen Einblick darin geben, welche besonderen Bedürfnisse alternde Hunde haben und wie du sie durch einfache Anpassungen in eurem Alltag unterstützen kannst.

Gib deinem Hund Zeit

Ältere Hunde brauchen ganz oft mehr Zeit. Einerseits um neue Informationen zu verarbeiten aber auch für die Bewegung von A nach B.

Ich finde es immer mega traurig zu sehen, wenn offensichtlich alte Hunde regelrecht um den Häuserblock gezerrt werden. Weil der Mensch stätig in Bewegung ist bleibt dem Hund keine Möglichkeit mal für einen Moment stehen zu bleiben, die Umgebung anzuschauen oder zu schnüffeln. Absolut schade!
Gibt deinem Hund Zeit. Bleib mit ihm stehen, lasse ihn erkunden.
Das gilt nicht nur für die Gassirunde, sondern auch für Dinge wie Stufen erklimmen,

Für mich ist es schon in Fleisch und Blut übergegangen, immer mehr als genug Zeit einzuplanen, wenn ich mit Hund unterwegs bin (ich bin manchmal wirklich überrascht, wie wenig Zeit ich für manche Strecken brauche, wenn ich sie mal ohne Hund zurücklege). Für mich gibt es aber auch wenig schöneres, als meine geliebte Hundeomi dabei zu beobachten, wie sie völlig verzückt und höchst konzentriert an einem Grashalm schnuppert.

Gesundheitschecks

Im Alter nehmen die Risiken fur chronische Erkrankungen zu. Zahnprobleme, Arthorse, Herzprobleme, Nieren- oder Leberfunktionsstörungen sind keine Seltenheit.

Mit zunehmendem Alter werden regelmäßige (mindestens einmal jährlich!) Tierarztbesuche zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Pflege deines Hundes. Auch wenn dein Hund bisher gesund war, können im Alter verschiedene gesundheitliche Probleme auftreten, die frühzeitig erkannt und behandelt werden sollten.

Auch wenn es auf den ersten Blick teuer erscheint, lasse Blutuntersuchungen, Röntgenbilder oder Ultraschallaufnahmen machen. Nur so kann dein Tierarzt oder deine Tierärztin deinem Hund helfen, sobald irgendetwas nicht mehr im Normalbereich liegt und Schlimmerem entgegenwirken. Auf Dauer spart das nicht nur Geld, sondern (und das ist meiner Meinung nach der wichtigste Punkt) erspart deinem Hund auch unnötiges Leid, wenn Krankheiten erst viel später entdeckt werden.


Oftmals ist es auch so, dass einem selbst Veränderungen am eigenen Hund nicht so leicht auffallen, weil man ihn ja täglich sieht. So ging es mir mit Sweety vor wenigen Jahren. Für mich hat sie sich kaum verändert. Bei einem Besuch in der Tierarztpraxis schlug unsere Tierärztin die Hände über dem Kopf zusammen. Seit sie sie das letzte Mal gesehen hatte, hatte Sweety schleichend oder wohl ziemlich stark abgebaut. Durch passende Untersuchungen konnten wir rasch herausfinden, welche Werte aus den Fugen geraten waren (bei ihr waren es die Leberwerte) und dementsprechend handeln, sodass es ihr rasch wieder besser ging.

Mittlerweile bin ich wieder regelmäßiger dabei, kleine Checkups zu machen, damit mir Veränderungen leichter auffallen. Hier kann ich auch das eBook von fellomed* empfehlen, falls du noch gar nicht weißt, worauf du bei deinem Hund eigentlich achten kannst, um frühzeitig zu erkennen, dass etwas nicht passt.

Beschäftigung anpassen

Je nachdem, wie sich dein Hund im Alter entwickelt, braucht es auch Anpassungen in der Beschäftigung. Denn nur weil dein Hund alt ist und vielleicht nicht mehr so viel und weit spazieren gehen möchte, heißt das nicht, dass er keine Beschäftigung braucht.

Vor allem dann, wenn die Beine nicht mehr so können wie sie wollen ist es wichtig dem Hund etwas zu tun zu geben, das ihn mental stimuliert.

Hier darfst du kreativ sein und anbieten, was deinem Hund gefällt. Schnüffelkissen, Intelligenzspielzeug, kleine Tricks, die auch im Sitzen oder liegen funktionieren. Alles was gefällt ist erlaubt.

Bei uns zuhause stehen auch immer ein paar Dinge zur freien Verfügung herum, sodass Sweety selbst entscheiden kann, ob und wann sie sich damit beschäftigt und sich somit auch ein bisschen Futter erarbeitet (sie kann auch jederzeit „for free“ fressen, aber für sie gilt wohl das Motto „was nichts kostet ist nichts wert“ – Futter zur freien Verfügung funktioniert aber auch nicht bei jedem Hund. Achte hier auf die Verhaltensweisen und Bedürfnisse deines eigenen Hundes und besprich bei beispielsweise Stoffwechselerkrankungen unbedingt mit deinem Tierarzt oder deiner Tierärztin, ob das für deinen Hund eine Möglichkeit ist!)

Das Zusammenleben mit einem alternden Hund bringt Herausforderungen mit sich. Auch mentale. Ich habe HIER schon einmal meine Gedanken niedergeschrieben.

Und HIER findest du die Aufzeichnung vom Themenabend „Alter(nder) Hund – das solltest du jetzt wissen“. Dabei spreche ich detailierter über physische und psychische Veränderungen beim Hund, wie du ihn unterstützen kannst und was du als Mensch gebrauchen kannst.

Wenn du deinen Hund auch trotz Arthrose fit halten möchtest, dann empfehle ich dir den Kurs „ArthroseFIT – Beweglich & Aktiv trotz Arthrose“ * von Martina Flocken (Doggy Fitness)

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