Warum dein Hundetraining nicht funktioniert – und wie du es verbessern kannst
Du gibst dir richtig Mühe beim Training, aber dein Hund scheint nicht zu verstehen, was du von ihm willst? Manche Übungen funktionieren, andere nicht – und du weißt nicht genau, woran es liegt? Dann geht es dir wie vielen Hundehaltern!
Oft sind es kleine, unbewusste Fehler, die den Trainingsfortschritt blockieren. In diesem Beitrag zeige ich dir die fünf häufigsten Gründe, warum du im Hundetraining nicht weiterkommst – und wie du sie vermeidest.
1. Dein Training ist nicht kleinschrittig genug
Einer der häufigsten Gründe, warum Hunde im Training nicht weiterkommen, ist, dass die Schritte zu groß sind. Oft erwarten wir, dass der Hund eine Übung in wenigen Wiederholungen versteht – aber das Gehirn eines Hundes funktioniert anders.
Typisches Beispiel: Rückruftraining
Du rufst deinen Hund auf einer großen Wiese, er schaut dich an – und rennt in die andere Richtung. Fehlgeschlagen.
Was ist passiert? Die Lücke zwischen „Hund ist ohne Ablenkung nah bei dir“ und „Hund kommt aus 30 Metern Entfernung mit vielen Reizen zurück“ war viel zu groß!
➡️ Hunde lernen in kleinen Schritten am besten. Wenn du zu schnell zu viel erwartest, wird dein Hund unsicher oder ignoriert das Signal – und das verlangsamt den Fortschritt.
Wie du den Rückruf richtig kleinschrittig aufbaust
1️⃣ Starte mit minimaler Ablenkung & kurzer Distanz:
Trainiere zuerst in der Wohnung oder im Garten, wo es kaum Ablenkung gibt. Stell dich 1-2 Schritte von deinem Hund entfernt, rufe ihn mit freundlicher Stimme und belohne ihn direkt, wenn er kommt.
2️⃣ Steigere die Distanz langsam:
Sobald dein Hund zuverlässig aus kurzer Entfernung kommt, kannst du ihn aus größerer Distanz rufen – aber immer noch in einer reizarmen Umgebung.
3️⃣ Erhöhe nach und nach die Ablenkung:
Trainiere erst an einem ruhigen Ort, dann auf einem leeren Feld, dann mit ein paar Ablenkungen in der Distanz.

Häufige Fehler beim Rückruftraining
❌ Zu früh zu große Distanz:
Wenn du deinen Hund sofort aus 30 Metern Entfernung rufst, bevor er das Signal richtig verstanden hat, lernt er nur, dass er es ignorieren kann.
❌ Zu wenig Belohnung:
Rückruf muss sich für den Hund immer lohnen! Wenn du ihn für schnelles Kommen nur beiläufig lobst, wird er beim nächsten Mal vielleicht keine Motivation haben.
❌ Zu wenig Wiederholung:
Ein zuverlässiger Rückruf entsteht nicht in ein paar Trainingseinheiten – er braucht viele Wiederholungen in verschiedenen Umgebungen!
Je schwieriger die Aufgabe, desto feiner sollten deine Trainingsschritte sein! Dein Hund sollte in 80 % der Fälle erfolgreich sein, bevor du den nächsten Schritt gehst.
➡️ Warum Kleinschrittigkeit so wichtig ist
Wenn du das Training zu schnell steigerst, speichert dein Hund das Gelernte nicht richtig ab. Er fängt dann an zu raten oder wird frustriert. Wenn du stattdessen kleine, klare Schritte gehst, versteht dein Hund, was du von ihm möchtest – und bleibt motiviert dabei.
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2. Du fokussierst dich auf die Funktion statt auf die Emotion
Viele Hundehaltende konzentrieren sich im Training ausschließlich darauf, was der Hund tun soll – aber nicht darauf, wie er sich dabei fühlt. Das führt oft zu Frust, weil der Hund zwar äußerlich „funktioniert“, aber innerlich vielleicht noch unsicher oder gestresst ist.
Ein klassisches Beispiel ist hier das Leinenführigkeitstraining. Viele Hunde lernen irgendwann, an lockerer Leine zu laufen – aber einige tun das nur, weil sie wissen, dass sie sonst „“korrigiert“ werden. Ihre Körperhaltung zeigt jedoch, dass sie angespannt sind: Sie haben eine starre Muskulatur, ihre Rute ist tief oder steif, sie schlecken sich über die Nase. Das bedeutet, dass sie nicht wirklich entspannt sind, sondern die Situation nur aushalten.
Doch gutes, bedürfnisorientiertes Hundetraining bedeutet mehr als bloße Funktionalität. Ein wirklich gut trainierter Hund führt eine Übung nicht nur aus, sondern macht es gerne und entspannt.
Warum Emotionen im Hundetraining so wichtig sind
Hunde lernen nicht nur über Belohnungen und Konsequenzen – sie verknüpfen jede Trainingseinheit auch mit einer bestimmten Emotion. Wenn dein Hund beim Rückruftraining immer wieder unsicher ist oder Angst hat, etwas falsch zu machen, wird er das Rufen mit Stress verknüpfen. Und genau das kann dann später dazu führen, dass er nicht mehr zuverlässig kommt.
Deshalb solltest du beim Training immer darauf achten, wie dein Hund sich fühlt. Frag dich:
✅ Ist mein Hund motiviert und neugierig – oder eher angespannt?
✅ Hat er Spaß an der Übung – oder macht er nur „mit Druck“ mit?
✅ Ist sein Gesichtsausdruck weich und entspannt – oder zeigt er Stresssignale?
Wenn du erkennst, dass dein Hund innerlich nicht mit dem Training klarkommt, solltest du den Trainingsaufbau überdenken. Manchmal braucht es einen anderen Trainingsweg oder eine andere Verstärkung, um den Hund wirklich positiv mitzunehmen.
Wie du Emotionen im Training richtig berücksichtigst
✔ Baue Vertrauen auf: Dein Hund muss wissen, dass er sich bei dir sicher fühlt und keine Angst vor Fehlern haben muss.
✔ Lerne die Körpersprache deines Hundes zu lesen: Wenn er sich überfordert fühlt, braucht er vielleicht eine Pause oder eine andere Herangehensweise.
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3. Du machst zu wenig Pausen im Training
Viele Hundehalter denken: Je mehr ich trainiere, desto schneller macht mein Hund Fortschritte. Doch tatsächlich ist das Gegenteil der Fall! Hunde lernen nicht während des Trainings, sondern in den Pausen.
Stell dir das Gehirn deines Hundes wie einen Muskel vor. Wenn du ins Fitnessstudio gehst und ohne Pause ein Gewicht nach dem anderen hebst, wirst du irgendwann völlig erschöpft sein – und deine Leistung nimmt ab. Genau so geht es deinem Hund, wenn du ihn zu lange am Stück trainierst.
Woran du erkennst, dass dein Hund eine Pause braucht
Vielleicht kennst du das: Am Anfang einer Trainingseinheit ist dein Hund voller Energie, aufmerksam und motiviert. Nach ein paar Minuten fängt er an, sich öfter abzulenken, gähnt, kratzt sich oder schnüffelt am Boden. Das sind Zeichen dafür, dass sein Gehirn eine Pause braucht!
➡️ Wenn du an diesem Punkt einfach weitermachst, speichert dein Hund das Training nicht mehr richtig ab – oder er macht Fehler, weil er müde ist.
Typische Anzeichen für mentale Erschöpfung:
❌ Dein Hund reagiert langsamer auf Signale
❌ Er macht plötzlich Fehler, die er vorher nicht gemacht hat oder dreht total auf
❌ Er wirkt unkonzentriert, gähnt oder wendet sich von dir ab
Besser:
✅ Trainiere in kurzen, knackigen Einheiten von 3–5 Minuten
✅ Höre auf, wenn dein Hund noch motiviert ist – so bleibt das Training positiv verknüpft
✅ Gib deinem Hund nach jeder Trainingseinheit eine Pause, in der er nichts leisten muss
Pausen sind nicht gleich Pausen!
Nicht jede Art von Pause hilft deinem Hund, das Gelernte zu verarbeiten. Toben oder direkt eine neue Übung zu starten, kann das Gehirn weiter belasten. Die beste Pause ist eine, in der dein Hund einfach nur entspannen darf – zum Beispiel auf seinem Platz dösen oder entspannt durch die Gegend schnüffeln.

➡️ Wie oft und wie lange solltest du trainieren?
Das hängt vom Hund ab, aber in der Regel sind mehrere kurze Einheiten von fünf bis zehn Minuten über den Tag verteilt viel effektiver als eine lange.
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4. Deine Belohnung passt nicht zu deinem Hund
Belohnungen sind der Schlüssel zu erfolgreichem Hundetraining – aber nur, wenn sie für deinen Hund auch wirklich wertvoll sind. Viele Hundehalter wundern sich, warum ihr Hund nicht motiviert mitmacht, obwohl sie ihn belohnen. Die Antwort ist oft ganz einfach: Die Belohnung ist für den Hund nicht passend.
Hunde sind individuell – und ihre Motivation auch
Manche Hunde würden alles für ein Stück Käse tun, andere interessieren sich kaum für Futter, lieben aber Zerrspiele oder gemeinsames Rennen. Wenn du die richtige Belohnung für deinen Hund findest, wird das Training viel schneller und effektiver!
Häufige Fehler bei der Belohnung:
❌ Du nutzt immer die gleichen Leckerlis – dein Hund findet sie langweilig
❌ Die Belohnung ist nicht wertvoll genug – Trockenfutter ist nicht so spannend wie Käse oder Wurst
❌ Dein Hund mag Futter gar nicht so sehr – vielleicht wäre Spielen eine bessere Belohnung
❌ Die Belohnung kommt zu spät – dein Hund kann sie nicht mehr mit dem richtigen Verhalten verknüpfen
So findest du die perfekte Belohnung für deinen Hund
➡️ Teste verschiedene Belohnungen aus!
Lass deinen Hund selbst entscheiden, was ihn motiviert. Biete ihm verschiedene Leckerchen an und beobachte, worauf er besonders reagiert.
✅ Futterbelohnungen: alles was deinem Hund schmeckt und gut verträglich ist
✅ Spielbelohnungen: Zerrspiele, Apportieren, Suchspiele
✅ Soziale Belohnungen: verbales Lob, gemeinsames Rennen
Je schwieriger die Übung, desto hochwertiger sollte die Belohnung sein!
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5. Dein Hund weiß nur, was er nicht tun soll
Einer der häufigsten Fehler im Hundetraining ist, dass Hundehalter ständig „Nein“ sagen, aber nicht erklären, was der Hund stattdessen tun soll.
Typisches Beispiel:
Dein Hund springt an Besucher*innen hoch. Du sagst: „Nein! Runter!“ – aber dein Hund weiß gar nicht, was er stattdessen tun soll. Also probiert er es später wieder.
➡️ Verbote allein bringen deinen Hund nicht weiter. Hunde lernen viel schneller das erwünschte Verhalten, wenn sie eine klare Alternative bekommen!
Zeig deinem Hund, was du stattdessen möchtest
Wenn du deinem Hund nur sagst, was er nicht tun soll, lässt du ihn mit einer Lücke zurück. Stattdessen solltest du ihm eine Alternative anbieten, die du gezielt trainierst.
Besser:
✅ Bringe deinem Hund bei, sich hinzusetzen, wenn Besuch kommt – und belohne ihn dafür!
✅ Wenn dein Hund an der Leine zieht, sag ihm nicht nur „Nein“, sondern belohne ihn, wenn er an lockerer Leine läuft.
Hunde lernen viel effektiver, wenn sie wissen, welches Verhalten sich lohnt! Deshalb solltest du immer gezielt belohnen, was dein Hund richtig macht.
Warum positive Verstärkung so wichtig ist
Viele Hundehalter denken, dass Strafen notwendig sind, um unerwünschtes Verhalten zu stoppen. Doch tatsächlich führt das oft nur dazu, dass der Hund unsicher wird oder neue, problematische Verhaltensweisen entwickelt.
✅ Positive Verstärkung sorgt für nachhaltiges Lernen.
✅ Dein Hund versteht nicht nur, was er lassen soll – sondern auch, was er stattdessen tun soll.
✅ Das Training wird angenehmer und stressfreier für euch beide.
🐾 In der Pfotentruppe-Membership bekommst du detaillierte Anleitungen, wie du unerwünschtes Verhalten gezielt umleitest und deinem Hund sinnvolle Alternativen beibringst!
Fazit:
Wenn du das Gefühl hast, dass dein Hundetraining nicht weitergeht, könnte es an diesen Punkten liegen:
✔ Zu große Trainingsschritte
✔ Zu wenig Fokus auf die Emotionen des Hundes
✔ Zu lange Trainingseinheiten ohne Pause
✔ Falsche oder langweilige Belohnungen
✔ Kein klares Alternativverhalten
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