Weiß mein Hund, dass ich schwanger bin?

Weiß mein Hund, dass ich schwanger bin?

Ich bin selbst gerade schwanger und da habe ich schon öfter die Frage gestellt bekommen.

Weiß mein Hund, dass ich schwanger bin?

Die ehrliche und fachlich korrekte Antwort lautet:

Jain.

Wie jetzt? Ja oder Nein?

Ich erkläre es dir!

Hunde verstehen nicht die „Schwangerschaft“, aber sie bemerken kleinste Veränderungen

Hunde verstehen nicht wie wir, dass ein zweiter Strich auf dem Schwangerschaftstest oder das Ultraschallbild bedeuten, dass in ein paar Monaten ein kleines neues Mitglied zur Familie gehört.

Das Konzept „Zukunft“ ist für Hunde dafür einfach zu abstrakt.

Aber warum verhalten sich in der Schwangerschaft so viele Hunde anders als sonst?

Sie wissen nicht, warum sich etwas ändert, aber sie sind wahre Meister darin, kleinste Veränderungen wahrzunehmen. Hunde reagieren auf Veränderungen.

Und davon gibt es in der Schwangerschaft viele.

Veränderungen im Geruch

Du weißt wahrscheinlich, dass der Geruchssinn eines Hundes dem menschlichen weit überlegen ist. So weit, dass wir uns gar nicht vorstellen können, was Hunde alles riechen.

Bereits sehr früh in der Schwangerschaft (noch bevor man selbst weiß, dass man schwanger ist) verändert sich die Hormonausschüttung und Schweißausschüttung und dadurch der Geruch unseres Körpers, unserer Haut und unseres Atem.

Für uns ist diese Veränderung kaum wahrnehmbar, für Hunde aber deutlich.

Hunde wissen zwar nicht warum, aber sie wissen „Mein Mensch riecht anders als sonst.“

Veränderung in Körpersprache und Bewegung

Auch ohne es bewusst zu merken, verändert sich in der Schwangerschaft früher oder später die Körpersprache.

Bewegungen werden vorsichtiger und das Gangbild verändert sich. Irgendwann wird man auch langsamer, ist schneller aus der Puste und auch die Müdigkeit (die war bei mir im ersten und auch jetzt im dritten Trimester sehr präsent) zeigt sich in Körperhaltung und Muskelspannung.

Durch diese veränderten Bewegungsabläufe merken Hunde, dass etwas „anders“ ist als sonst.

Emotionale Veränderungen und Stress

Viele Hunde reagieren auf die Emotionen ihrer Menschen und so eine Schwangerschaft ist nunmal eine emotionale Sache.

Große Freude.

Unsicherheiten, Sorgen und Ängste.

Hormonbedingte Schwankungen.

All das kann zu einer Schwangerschaft dazu gehören und der Hund registriert das. Und das auch, wenn er nicht immer direkt darauf reagiert, beeinflusst ihn das, was er wahrnimmt.

Wenn der Hund sich verändert

Nicht alle, aber einige Hunde reagieren auf diese Veränderungen. Das kann sich ganz verschieden äußern, zum Beispiel durch:

  • vermehrtes Nähebedürfnis
  • Unruhe
  • gesteigerte Reaktivität (der Hund „beschützt“ das schwangere Frauchen mehr)
  • Rückzug
  • verändertes Spiel- oder Ruheverhalten

Sollte dein Hund durch die Veränderungen massiv gestresst sein und sich dadurch stark im Verhalten verändern, dann suche bitte eine Fachperson auf, denn der Stress wird nicht weniger werden, wenn das Kind geboren ist!

Den Hund schrittweise auf die neue Lebenssituation vorbereiten

Ganz grundsätzlich solltest du deinen Hund langsam und schrittweise auf das neue Familienmitglied vorbereiten. So prasseln nicht alle Veränderungen im Alltag plötzlich und gleichzeitig auf den Hund ein, wenn das Baby da ist.

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